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Montag, 16. Januar 2023

Im Stadtmuseum München

Am 08.Januar 2023 waren wir mal wieder mit den Urban Sketchers im Stadtmuseum München. Was ich im Januar 2018 schon mal gezeichnet hatte, stach mir wieder ins Auge, aber es musste was Neues her.

In einer Schauvitrine habe ich die "Hummel-Figur" des Münchner Kindls mit Pinseln und Palette entdeckt - sie hat mir besonders gut gefallen, gleichsam ein Zunftzeichen für alle Malerinnen und Maler:

Aber daneben stand auch noch ein eher typisches Münchner Kindl, etwas verlegen auf den gut gefüllten Bierseidel blickend:

Und dann gab's noch was Kompliziertes: die bunt glasierten Terrakotta-Figuren von Josef Wackerle von 1908, derer acht geschaffen zum 750. Gründungstag der Stadt München -  zutreffend beschrieben als "derbdrollige Burschen und Mädel in skurrilen Bewegungen ..."

Um die weiße Glasur der Gesichter des "Tanzenden Paars" hinzubekommen, habe ich auf einer Tellerunterlage aus einer Pizzeria gezeichnet; aber gelungen ist mir der enorm pausbäckige Bursche eher nicht: 

Mehr Zeit (und mehr "Papier") für einen zweiten Versuch hatte ich leider nicht; vielleicht beim nächsten Mal! Ein Besuch im Stadtmuseum lohnt immer.

Montag, 9. Januar 2017

Hommage à Joachim Ringelnatz - aus dem Bayerischen Nationalmuseum

Im Untergeschoss des Bayer. Nationalmuseums, in einer schummerigen Tiroler Stube, die mit wunderbaren geometrischen Holzintarsien und allerlei Bildern mit Szenen aus der Heiligen Schrift geschmückt ist, steht ein schöner alter Kachelofen. Bei seinem Anblick kam mir Joachim Ringelnatz in den Sinn: 
"Ich habe dich so lieb! 
Ich würde dir ohne Bedenken
Eine Kachel aus meinem Ofen 
Schenken"

Vielleicht hätte er, der Seefahrer, Kabarettist, Schriftsteller und Maler, der viele Jahre seines Lebens in München verbrachte, diese Kachel ausgesucht:






Gezeichnet habe ich sie ganz "regelkonform", d.h. "trocken" - Bunstifte statt Aqurellfarben. 



Dienstag, 11. Oktober 2016

Städte im Süden der USA

Eine Reise durch einige der Südstaaten von (Nord-)Amerika im September, unmittelbar nach dem USk-Treffen 2016 in München, hat mir viele neue Eindrücke vermittelt - auch den, dass es sehr mühsam wird, bei mehr als 35 Grad (Celsius) und gefühlten 99% Luftfeuchigkeit im Freien zu zeichnen.





New Orleans (Louisiana): Aus einem angenehm temperierten, d.h. nicht auf Gefrierschranktemperatur heruntergekühlten Cafe in der Chartes Street konnte ich bei einem gutem doppelten Espresso (gar nicht so leicht zu finden ...) die gegenüberliegenden Häuser mit den typischen schmiedeeisernen Geländern zeichnen.

Und die trashcan davor, die auch so schön grün war.









Ein paar Blöcke weiter, in der Dumaine Street, trotzte ein kleiner Laden mit bunten Postkarten den Bauarbeiten -
                           
     "yes we are open!"

Die Folgen von "Katrina" sind zwar verarbeitet, aber der Erhalt der Bausubstanz ist unabhängig davon ein großes und drängendes Thema in New Orleans.







Und dann gibt es in der Burgundy Street und anderen Nebenstraßen von New Orleans auch noch diese kleinen, unspektakulären Häuser. Weil die engen Straßen oft ziemlich zugeparkt sind, wird eine Seite als "FIRE LANE" gekennzeichnet und frei gehalten - Achtung "tow away zone"!















In St. Martinville, ein kleiner Ort einige Meilen südlich von Lafayette (Louisiana), hat mich der feuerrote, in der Sonne glänzende Hydrant vor dem

"St.Martin Career Solutions Center" 

beeindruckt - er stand da, als würde er sich gerade über eine prima Karriere-Lösung freuen.   



Nashville (Tennessee): Ein Versuch, die Lehren aus Omar Jaramillos spannenden workshop "negative space" beim USk-Treffen 2016 in München umzusetzen: der Blick aus dem sehr schönen Restaurant "The Merchants" auf den Broadway.






"The American National Bank" in Nashville, Broadway/3rd Avenue, mit bunter Werbung für Cowboy-Boots. Weil draussen noch alles regennass war, habe ich aus "Mike's Ice Cream" - Laden heraus gezeichnet.

In Nashville hat sich vor kurzem eine UrbanSketchers-Gruppe zusammengefunden, die sich sogar an diesem 17.09. zum Zeichen traf;  der Regen und unser Reiseplan haben mir eine Teilnahme leider nicht erlaubt - nächstes Mal!










Zum Abschied
eine schnelle Skizze
aus dem 9. Stock 
unseres Hotels 
auf die Straße 
und die Skyline
von Atlanta (Georgia),  
dem Anfangs- 
und Endpunkt
unserer Reise. 

Das Skizzenbuch 
(aus der goodie-bag 
des Münchner USk-Treffens!)
musste 

hochkant 

herhalten. 

Auf diesem Wege 
ein herzliches Dankeschön 
den Spendern und Unterstützern 
des USk-Treffens 
für die tollen Gaben!

Dienstag, 5. Juli 2016

Auf den Spuren von Hans Döllgast - Alte Pinakothek München

Am 3. Juli 2016 trafen sich die Urban Sketchers München vor der Alten Pinakothek.
Roland Opschondek von den "Hans-Döllgast-Hausfreunden" öffnete uns die Augen dafür, wie der Architekt und "Häuserzeichner" Hans Döllgast die Werke der Architektur nicht als statische Denkmale, sondern als den Zumutungen der Zeit unterworfene Bestandteile städtischen Lebens betrachtete; ihr Erhalt ist eine Aufgabe im Wandel der Zeiten.



Die Alte Pinakothek, deren Bombenschäden durch unverputzte Trümmerziegel und eine in tragenden Strukturen offen sichtbar gebliebene Dachkonstruktion "schöpferisch gesichert" wurden, legt ein beeindruckendes Zeugnis davon ab. 


Mittwoch, 6. April 2016

Alter Südfriedhof in München

Im Frühling, nach Ostern, zum Zeichnen auf einen Friedhof gehen - klingt etwas befremdlich, aber auf dem Alten Südfriedhof wurde es bei herrlichem Wetter zu einem beeindruckenden Erlebnis.

Biedermeierlich-schlicht, aber liebevoll geschmückt mit leuchtenden gelben und violetten Primeln: das Grab von Carl Spitzweg; gelernter Apotheker und als Künstler Autodidakt, der nie eine Kunsthochschule besucht hatte, ist er einer der Urahnen der Cartoonisten und Comic-Zeichner von heute. Der Grabstein ist ein Ersatzstück und soll eine Apothekerflasche symbolisieren. Im Hintergrund auf der Bank saß ein weiterer Urban Sketcher und zeichnete.


Zwischen den großen, zum Teil pompösen Grabmalen fiel mir diese kleine Stele auf, deren Inschriften schon so verwittert waren, dass man sie nicht mehr lesen konnte; nur der trauernde Engel war noch gut zu erkennen.



Donnerstag, 11. Februar 2016

Die Ohel Jakob-Synagoge, das "Zelt Jakobs"

Am 07. Februar trafen sich die Urban Sketchers am Jakobsplatz in München; einige zeichneten im Jüdischen Museum, einige draußen, bei gerade noch erträglichen Temperaturen. Mich beeindruckt immer wieder die Architektur der Hauptsynagoge "Ohel Jakob": 


Ihr Steinsockel ist der Klagemauer in Jerusalem nachempfundenen, darüber erhebt sich ein gläserner Kubus, der an ein Zelt erinnern soll; als Gegensatz dahinter die mittelalterlich wirkenden Dachgauben in dem roten Ziegeldach.

Montag, 4. Januar 2016

Isartor und Valentin-Musäum

Mein Nachtrag zum Treffen der Urban Sketcher am 06.12.2015: weil das köstliche, sehr sehenswerte Valentin-Musäum schon proppevoll war, habe ich das Isartor von außen gezeichnet - mit den Straßenschildern vor der Nase, aber die stehen nun mal da.




Montag, 19. Oktober 2015

Umbrien und Lucca im September

Umbrien bietet - etwas abseits der oft überlaufenen Toskana - wunderschöne Städte, die tiefe Einblicke ins Mittelalter eröffnen.
 



In Assisi: Rocca Minore, der kleine Bruder der großen Burg Rocca - genau: Maggiore




Sieht komisch aus, war auch komisch: in Todi  war auf der Piazza del Popolo eine Art Hüpfburg ohne Boden aufgebaut, die mit einem Netz überspannt war: in dem Käfig konnte man kleine Drohnen fliegen lassen.



In Collevalenza, einem kleinen Ort nahe Todi, stehen Reste einer Burg, aus der und in die hinein Häuser gebaut worden sind; es wird fleißig renoviert, mit Augenmaß und Geschmack. 


In Lucca auf der Piazza XX.Settembre erinnert ein jungendlicher Engel mit Lorbeerkranz:
"AI CADUTI  PER LA PATRIA".



Samstag, 8. August 2015

Schloss Nymphenburg - im Park



Dieser Neptun (oder Ποσειδών, wie ihn die alten Griechen nannten) steht im Schlosspark Nymphenburg. Warum zu seinen Füßen nicht wie üblich Delphine, Nymphen oder sonstige bezaubernde Meereswesen spielen, sondern der dreiköpfige Höllenhund Zerberus herumlümmelt, ist mir schleierhaft.  



Katja hatte es auch der Neptun angetan, sie saß auf dem Kiesweg, vermisste ihren kleinen Hocker  und bekam Besuch von einer Schlosspark-Gans.