Dienstag, 2. Juli 2019

Nachtrag zum Stadtgründungsfest

Karo war so nett, meine kleinen Zeichnung zu fotografieren, die ich in der Ausstellung am Ende der sehr gelungenen Aktion auf dem Stadtgründungsfest gelassen hatte - nun seien sie auch geposted:


Diese Zeichnerin saß vor den beinahe kubistisch wirkenden "urbanen Strukturen" von Gerd Winner in der Rathausgalerie, der ehemaligen Kassenhalle. Ihr Motiv war aber die Skulptur in dem Bogen über dem Ausgang:


Früher durften die braven Steuerzahler in der Kassenhalle ihren Obolus abliefern, und wenn sie dann erleichtert von dannen zogen, lüpfte der Herr über dem Ausgang seinen Hut und bedankte sich für die Füllung des Stadtsäckels, den er in seiner linken Hand schwenkt - was für eine noble Geste!



Auch hier wurde noch fleißig gezeichnet, auf einem Stapel von Skizzenbuchblättern.

Donnerstag, 13. Juni 2019

Madrid und Toledo - Stadtarchitektur und Menschen unterwegs

"Man kann nicht jeden Montag eine neue Architektur erfinden."  Dieses Zitat von Mies van der Rohe steht vorne in dem Skizzenbuch, das ich vor langer Zeit in der "Neuen Nationalgalerie" in Berlin gekauft habe. In Madrid und Toledo konnte ich mir meine Gedanken dazu machen:


 

Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass zwischen den beiden Häusern in der "Calle de Velazquez" in Madrid ein anderes, architektonisch eher belangloses Haus stand; ich habe mir die Freiheit genommen, es wegzulassen.








In Toledo hat man weitgehend darauf verzichtet, neue Architektur zu erfinden. Die Kabel für Segnungen der Technik werden frei mäandernd "über Putz" verlegt:



Auf einen Kaffee war ich wieder in der "Café Bar Farolio" in Toledo, wie am 12. November 2017. Besonders gefreut habe ich mich, dass ein Scan meiner kleinen Zeichnung von damals hübsch gerahmt dort an der Wand hing:
                 




                                                                                    

 Menschen unterwegs am Flughafen Madrid - gab es ein Leben vor dem Smartphone?



Rückflug - ermattet von den heißen Tagen in Madrid .... .

 




Antigua - English Harbour und "Nelsons Dockyard"

Für die "Antigua Classic Yacht Regatta" auf Antigua - herrliches Segeln auf der 1936 gebauten Yawl "Peter von Seestermühe" vor der Südküste von Antigua, im Passat auf tiefblauen Wasser, mit zahlreichen anderen klassischen Yachten. In "Nelsons Dockyard" in English Harbour, das zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, steht der alte "Copper and Lumber Store", wo früher Kupfer und Holz für die Schiffe der englischen Navy gelagert wurden - heute ein schönes Hotel, das "Copper and Lumber Store Historic Inn":


Die Zimmer sind nach Schiffen benannt, die Lord Nelson in die Schlacht bei Trafalgar führte. Aus seiner Zeit stammt auch die Kanone vor dem Eingang:




Montag, 6. Mai 2019

Auer Dult

Kalt war's - die Auer Dult aber trotzdem recht gut besucht, und immer wieder einen Besuch wert! Ich konnte zwischen zwei Buden ein Plätzchen finden, hinter mir unterhielten sich die beiden Marktfrauen über die Geschäfte (5 Paar gute Socken für 10 Euro, da konnte ich nicht widerstehen!).
  

Vor mir ein Stand mit 1a Bürsten, Besen, Teppichklopfern und sonstigem Reinigungsgerät alle Art, unter rot-weiß gestreiftem Baldachin; dahinter die strenge Neugotik der Pfarrkirche Maria Hilf.
Ein Schneeregenschauer hat mich dann aber vertrieben - und mir gezeigt, dass es manchmal vielleicht besser ist, nicht ganz fertig zu werden!

Donnerstag, 21. März 2019

Samurai in München

Mit den "Gauting Sketchers" bei den Samurai in der Kunsthalle München - eintauchen in die Kultur der japanischen Ritter und in die Zeit, als der Shogun in Edo (Tokio) Hof hielt.



Die Rüstungen dienten gleichermaßen als Schutz und Abschreckung - gerne durch Masken mit lustig drapierten Bärten und Augenbrauen; das wirkt zwar etwas karnevalesk, aber wenn man dann das Schwert sieht ... .

Die Kinder hatten Hefte mit Aufgaben bekommen, für deren Lösung sie die Masken ganz genau studieren mussten:

Eine wilde Reitertruppe gab es auch - die Pferde waren nur im Maßstab etwas zu groß, wie uns die kundige Führerin berichtete, die selbst den japanischen Schwertkampf hobbymäßig pflegt; die Samurai hatten eher große Ponys. Ich habe das Pferd dieses Kriegers zeichnerisch ein wenig "geschrumpft". Die große Helmzier diente wohl auch der Unterscheidbarkeit im staubigen Getümmel.


Fazit: sehr sehenswert, und eine Fülle von Motiven. Einziger Nachteil: man muss meist im Stehen zeichnen, Sitzgelegenheiten sind knapp, und die Austellung ist gut besucht!

Freitag, 11. Januar 2019

Im Verkehrsmuseum München

Auftakt 2019 am 6. Januar im "Verkehrszentrum des Deutschen Museums", so der offizielle Titel - wunderbare alte Autos, Lokomotiven, Motorräder, Tram-, U- und S-Bahnen und noch viel, viel mehr Technik der Mobilität.
Mir hat die Zweiradwerkstatt besonders gefallen, vor allem der freundliche Meister, der so hingebungsvoll an den Speichen des Radl-Vorderrads werkelt, als spielte er auf einer Harfe:
  

Gezeichnet habe ich diesesmal mit Fineliner und (Aquarell-)Buntstiften auf einer Tellerunterlage aus einer italienischen Pizzeria (Original-Urlaubsimport); die Grundfarbe des rauen Papiers passte so gut zu der Werkstatt-Atmosphäre.

Sonntag, 4. November 2018

Prag

Ein Kurzbesuch in Prag, mit viel "offiziellem" Programm und deshalb nur wenig Zeit und wenig Zeichenutensilien - eine Gelegenheit, auch mal bewusst schneller (und weniger) zu zeichnen.
Beeindruckt hat mich in dieser wunderschönen Stadt das Straßenpflaster: Überall gibt es die kleinteiligen Granitquader, die oft in schönen Mustern angelegt sind. Auf die wird man auch deshalb aufmerksam, weil öfter mal größere Löcher und Aufbrüche den Blick des Spaziergängers nach unten zwingen.


Aber zum Glück gibt es die vielen Handwerker, die das in geduldiger Kleinarbeit wieder in Ordnung bringen.

Ich habe die Zeichnung später kopiert (nicht ganz lege artis, ich weiß, deshalb hier offengelegt), um mal auszuprobieren, wie sie mit etwas Farbe ausgesehen hätte:



Prag ist unbedingt eine Reise wert! Für mich eine der schönsten Städte in Europa.