Montag, 7. Mai 2018

Alter Südfriedhof

Mit den Urban Sketchers auf dem Alten Südfriedhof, dieser wunderbaren Oase zum Durchatmen und Nachdenken mitten in München.


Die anmutige Geste dieses Engels auf einer Familiengrabstätte hatte es mir angetan.

Samstag, 5. Mai 2018

Menschen unterwegs ...

... auf Reisen. Im ICE 597: das Buch war offenbar nicht sooo spannend, und dadurch hielt der Mitreisende so schön still. 
Auf dem (großartigen, heißgeliebten, geduldigen, geschundenen und immer noch funktionierenden) Flughafen Berlin TXL wartet ein Schmartfohnjuser auf den Abflug vor dem Gate A4.
LH 2045 TXL-MUC:  Das Abendlicht fiel für kurze Zeit in die Kabine; ich hatte nur die FAZ vor mir und einen Kugelschreiber zur Hand.



Die Farben habe ich abends ergänzt (der Bezug zu Macron ist Zufall, ich habe einfach drauflos gezeichnet ...).

Mittwoch, 25. April 2018

Gate G 11

Vormittags auf dem Flughafen MUC - und kaum jemand da; verwaiste Schalter, leere Gänge, nur weiter hinten ein paar wartende Fluggäste:


Auf dem Karopapier-Notizblock mit Kugelschreiber skizziert, im Büro später mit Textmarker (weia...) und Filzstiften das Kranichgelb und blau ergänzt, abends zu Hause mit Pastellkreiden wieder etwas gedämpft - ich wollte mal was ausprobieren.

Sonntag, 4. März 2018

Skizzenbuchgeschichte(n) in der Pinakothek der Moderne

Die graphische Sammlung der Pinakothek der Moderne hat (endlich!) das Skizzenbuch entdeckt und mit großer Akribie ihre beeindruckenden Bestände gesichtet, digital aufbereitet und dem geneigten Publikum in der Ausstellung "Skizzenbuchgeschichte(n)" zugänglich gemacht.


 
Natürlich kann man nicht einfach in den Exponaten herumblättern, aber wundervolle Seiten sind zu sehen, und einzelne Skizzenbücher wurden auch "zerlegt", so das von Franz Marc, das 1914 im Krieg entstanden ist.


Die dunkle Atmosphäre in den Ausstellungsräumen ist zum Schutz der Zeichnungen und Farben nötig, unterstreicht aber nebenbei auch den höchstpersönlichen, "privaten" Charakter, den die Skizzenbücher ja eigentlich immer hatten. 

 
Das monatliche Treffen der Urban Sketchers Munich am 04. März war in das Programm aufgenommen worden, und so waren die Besucher eingeladen, es auch einmal zu versuchen.
 
 
Ich habe mich an der schwierigen, hochaufragenden Architektur versucht.


Viel weiß, in leichten Schattierungen; die einzigen Farben brachten die Exponate des Museumsshops, und gelegentlich die Besucher (wenn sie nicht in erdnahe Winterfarben gehüllt waren).  


Da alle Klappstühle anderweit im Einsatz waren, ging es nur im Stehen ... .
 


... und hier noch mal zwei scans (statt eines Fotos, wie oben); leider entsprechen auch diese Reproduktionsarten nur näherungsweise dem Original - die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte:



























... und so sahen die auf dem Boden des Cafes in der Pinakothek der Moderne ausgebreiteten Skizzenbücher der Mitzeichnerinnen und Mitzeichner aus:




























Samstag, 3. März 2018

Museum Starnberger See

Mit Zeichenfreunden aus Gauting waren wir im "Museum Starnberger See".
Ein himmelblaues Himmelbett in hölzernem Heim - zu sehen in der "unteren Kammer" des Lochmann-Hauses, dem ältesten noch am ursprünglichen Ort stehenden Bauernhaus am Starnberger See. Es wurde ("spätestens", so wird stolz berichtet) im Jahre 1520 von Münchner Patriziern als Sommerhaus errichtet und ist heute ein Teil des sehenswerten kleinen Museums in Starnberg.



Während die Sommergäste oben logierten, lebten die Pächter im Untergeschoss und betrieben Landwirtschaft und Fischerei - und konnten sich an und in dem schönen himmelblauen Himmelbett erfreuen (das allerdings erst später, zu Museumszeiten ab 1914, dazu kam, aber auch aus einem Starnberger Bauernhaus stammt).



Auf dem Rückweg fiel mir noch dieser kleine pausbäckige Putto auf, der einen fetten Fisch unter dem Arm trug und wohl einmal eine Heckzier eines königlichen Vergnügungsgefährts auf dem Starnberger See war.

Mittwoch, 10. Januar 2018

Im Stadtmuseum München

Zum ersten Zeichentreff 2018 war wieder mal das Stadtmuseum München dran - immer wieder lohnend!





Heinrich der Löwe aus Braunschweig, der Welfe und Stadtgründer Münchens, schaut heldenknorrig drein.

Ein kleiner Junge kommentierte meine Zeichnung sachkundig: "Du hast ihn geschrumpft!" - und in der Tat hat das Original einen (ehrlich gesagt: merkwürdig) langen Hals in seinem Kettenhemd. Auch der Löwi auf seinem Kopf ist mir etwas kurz geraten ... .








 
Das Gipsrelief von Ludwig v. Schwanthaler "Der Kampf um Leben und Tod" hing ursprünglich über dem Portal des Haupteingangs der alten Anatomischen Anstalt. Von beiden Seiten ringen Greifen mit dem Kranken - die man sich denken muss, die Zeit war zu knapp ...  (und die Augen wegen der nicht gerade zeichenfreundlichen Lichtverhältnisse müde).

Samstag, 23. Dezember 2017

Toledo, die Stadt der drei Kulturen

Es war eine brilliante Idee der Kollegen aus Madrid, zu einer Tagung nicht in die spanische Hauptstadt, sondern nach Toledo einzuladen - so konnte ich im "Begleitprogramm" diese ungemein schöne, in ihrem jahrhundertealten Stadtbild noch nahezu vollkommen geschlossene "Stadt der drei Kulturen" kennenlernen; sie bewahrt hinter ihren dicken Stadtmauern die Zeugnisse jüdischer, islamischer und christlicher Einflüsse und Prägungen fürsorglich auf.
Das alles in (leider nur) kurzer Zeit wenigstens wahrzunehmen war anspruchsvoll genug; deshalb bin ich zum Zeichnen erst gekommen, als ich mich auf einen Kaffee vor der Bar "Farolito" auf der Piazza Barrio Nuevo hingesetzt hatte. 


In der Kirche El Cristo de la luz, die heute ein Museum ist, früher aber erst eine Moschee war, bevor sie im Zuge der "Reconquista" (ca. 12. Jahrhundert) mit einem Anbau versehen und christliche Kirche wurde, fand ich dieses Fresco von einer Heiligen (?), die offenbar mit ihrem smartphone nicht zufrieden ist: